Menschen in Röcke

Der Rock ist Unisex

Wir sagen ganz klar: der Rock ist unisex. Ursprünglich trugen Männer und Frauen lange Röcke, im Mittelalter war der Rock ein von beiden Geschlechtern getragenes Obergewand. Eine Trennung begann erst im 15. Jahrhundert, Röcke wurden immer femininer. Ab den 18. Jahrhundert ist der Herrenrock ganz aus der Mode verdrängt worden. Aber nicht ganz, denn es gibt ihn noch, den Rock, den Männer tragen. Wie der Kilt bei den Schotten, der Sarong bei den Indonesischen Männer oder die Dienstkleidung der Samoanischen Polizeikapelle.

Obwohl sie in der westlichen Moderne oft der Damenmode zugeordnet sind, etablieren sich Röcke (wieder) zunehmend als geschlechtsneutrale Mode. Ein klassisches Beispiel ist der schottische Kilt, der Sarong in Asien oder moderne Designer-Herrenröcke, sie zeigen wie vielfältig die Röcke sein können. Und so langsam betrachtet auch der Mainstream den Rock oder allgemein Mode als geschlechtsneutral, wobei Kleidung funktional und stilistisch sein sollte, statt als binär (männlich/weiblich) definiert wird. Wer mehr über Unisex-Mode wissen möchte kann hier mehr erfahren.

Der Rock als avantgardistisches Statement

Zunehmend löst sich der Rock aus den traditionellen Geschlechternormen. Einige Promis setzen damit ein avantgardistisches Statement und zielen auf freieren Selbstausdruck ab. Somit feiert der Rock sein Comeback auch in der Männermode. Bekannte Designer wie Gucci oder Burberry nutzen den Rock, um Männlichkeit neu zu definieren.

Der Lederrock in der Szene

In der Fetish-Szene sind Lederröcke für Männer ein beliebtes und ausdrucksstarkes Kleidungsstück, das oft mit Dominanz, Rebellion oder einem bestimmten ästhetischen Stil assoziiert wird.

Übersicht Röcke

  • Fustanella: Ein traditioneller griechischer und albanischer Faltenrock, der oft aus vielen weißen Stoffbahnen besteht (symbolisch oft 400 Falten).
  • Trachtenrock (Bayern/Österreich): Diese Röcke sind Teil der traditionellen Alpenkleidung (Tracht) und werden oft aus Leinen, Baumwolle oder Walkstoff gefertigt. Sie sind in verschiedenen Längen (kurz, midi, maxi) erhältlich und weisen häufig traditionelle Stoffbänder oder Applikationen auf.
  • Kilt (Schottland): Der Kilt ist ein traditionelles schottisches Kleidungsstück, das durch sein Tartanmuster den Stand des Trägers in der Gesellschaft repräsentierte und heute noch traditionell nur von Männern getragen wird. Es gibt ihn heute aber auch in modernen Damen-Designs, einschließlich Mini-Kilts.
  • Utility Kilt: Eine robuste, moderne Version des Kilts, oft aus Baumwolle oder Canvas gefertigt. Er verfügt über praktische Details wie große Seitentaschen, Schlaufen und Metallschließen.
  • Sarong, Dhoti, Lungi: In Ländern wie Myanmar, Indien und Fidschi sind Wickelröcke oder röhrenförmige Kleidungsstücke für beide Geschlechter verbreitet. Der Sarong, oft aus leichter Baumwolle mit traditionellen Mustern, wird als Wickelrock oder Strandtuch getragen.
  • Lehenga/Chaniya: Dies ist ein Rock, der in der traditionellen indischen Kleidung für Frauen zusammen mit einem Choli (Oberteil) und einem Dupatta (Schal) getragen wird, um ein Ensemble namens Ghagra Choli zu bilden.
  • Wickelrock: Ein minimalistischer Schnitt, der einfach um die Taille gebunden wird und oft asymmetrische Linien aufweist.
  • Kikoi: In Ostafrika, insbesondere bei den Massai, wird der Kikoi als traditionelles Tuch von Männern getragen.
  • Hosenrock (Culotte): Ein weit geschnittener Rock, der optisch wie ein Rock wirkt, aber getrennte Hosenbeine hat – ideal für mehr Bewegungsfreiheit.

Röcke in ihren unterschiedlichen Designschnitten

In erste Linie unterscheidet man einen Rockstyle hauptsächlich in Schnitt, Form und Länge.

  • A-Linien-Rock: Dieser Rock ist an der Taille schmal geschnitten und weitet sich nach unten hin gleichmäßig, wodurch er an den Buchstaben ‚A‘ erinnert. Er schmeichelt den meisten Figuren.
  • Bleistiftrock: Ein figurbetonter, gerader Rock, der meist knielang ist oder kurz darüber/darunter endet. Oft hat er einen Schlitz oder einen Stretch-Anteil für bessere Bewegungsfreiheit und Tragekomfort.
  • Maxirock: Ein bodenlanger Rock, der bis zu den Knöcheln oder fast bis zum Boden reicht. Maxiröcke liegen im Trend und wirken oft elegant.
  • Midirock: Die Länge dieses Rocks variiert, endet aber typischerweise zwischen dem Knie und der Wadenmitte. Es gibt ihn in vielen verschiedenen Schnitten, die fast zu jeder Körperform passen.
  • Minirock: Ein Rock, der deutlich oberhalb des Knies endet.
  • Faltenrock / Plisseerock: Dieser Rock zeichnet sich durch vertikale, eingearbeitete Falten aus, die ihm eine strukturierte, aber fließende Optik verleihen.
  • Glockenrock: Typisch für diesen Klassiker ist eine schmale Taille und eine glockenähnliche Form, die sich nach unten hin stark ausstellt.
  • Wickelrock: Bei diesem Stil wird der Stoff um den Körper gewickelt und oft seitlich gebunden oder geknöpft. Wicklungen und Falten können Problemzonen kaschieren.
  • Tulpenrock: Ein Rock, der an eine umgedrehte Tulpenblüte erinnert. Er ist voluminös in der Mitte und an den Rändern verjüngt.
  • Ballonrock: Dieser Rock erzeugt mehr Volumen, indem der Saum nach innen gefaltet wird und der Rock dadurch „aufgeblasen“ wirkt. 

Styles von Röcken und ihre Merkmale

Es gibt eine riesige Auswahl an Röcken, angefangen bei legeren Jeans- und Midiröcken bis hin zu schicken Leder-, Plissee- oder asymmetrischen Varianten. Der gewählte Rock sollte auf die gewünschte Silhouette, den Anlass und die Kombination mit geeigneten Oberteilen abgestimmt sein.

  • Midirock: Der vielseitigste Trend, der zwischen Knie und Wade endet. Perfekt für den Alltag und stilvoll kombinierbar.
  • Maxirock: Stil oft Boho, Länge reicht bis zum Boden. Ideal für einen entspannten, aber modischen Look.
  • Minirock: Ein zeitloses Teil für wagemutige Outfits, das die Beine in den Vordergrund rückt. Vor allem im Sommer gefragt.
  • Jeansrock: Ein strapazierfähiges Multitalent, das in jeder Kleidersammlung vertreten sein muss – egal, ob in langer oder kurzer Ausführung.
  • Lederrock: Sorgt für einen coolen oder eleganten Akzent in jedem Outfit. Wird häufig als Bleistiftrock getragen.
  • Plisseerock: Verspielt und romantisch zugleich, mit zarten Falten, die dem Look Dynamik verleihen.
  • A-Linien-Rock: Oben eng, unten weit. Ein vorteilhafter Schnitt für nahezu jede Körperform.
  • Asymmetrischer Rock: Ein Eyecatcher, der häufig mit Rüschen oder besonderen Säumen verziert ist.
  • Wickelrock: Hat eine unisex Passform und ist oft im Sommer zu finden.

Passform

Die ideale Passform von Röcken variiert je nach individueller Figur, wobei der Bund bestenfalls an der schmalsten Stelle der Taille positioniert sein sollte. Fast jedem Typ stehen A-Linien-Röcke gut, wohingegen Bleistiftröcke in knielanger Ausführung kurvige Formen hervorheben. Ein Spielraum von 4–5 cm an der Hüfte etwas mehr bei Curvy Typen sorgt für eine bequeme Passform.

Passform je nach Figurentyp:

  • A-Figur (breite Hüften, schmale Schultern): Röcke mit leichtem Ausschlag, die die Hüfte umspielen.
  • H-Figur (sportlich/gerade): Ausgestellte Röcke lassen Kurven entstehen.
  • V-Figur (breite Schultern, schmale Hüften): Ausgestellte Röcke, Verzierungen (Falten).
  • O-Figur (runde Körpermitte): Gerade, lockere Röcke in sanften Linien.
  • X-Figur (Sanduhr): Kleider, die die schmale Taille hervorheben.

Die ideale Länge für einen Rock ist dort, wo das Bein schmaler wird (meistens kurz über oder unter dem Knie).

Modifizierungen & Bequemlichkeit:

  • Der Rock sollte beim Gehen und Sitzen nicht einengen.
  • Ist der Bund zu fest oder zu locker, können die Knöpfe verschoben werden.
  • Bei Materialien, die sich nicht dehnen (wie Leinen oder Baumwolle), sollte man besser eine Nummer größer auswählen.

Schnittarten:

  • A-Linie: Hervorhebung der Taille, Kaschierung des Bauches und der Oberschenkel.
  • Bleistiftrock: Enganliegend, hebt die Kurven hervor, häufig mit Schlitz für mehr Bewegungsfreiheit.
  • Wickelrock: Verdeckt Problemzonen im Bauch- und Hüftbereich.
  • Maxirock: reicht bis zum Boden, perfekt für einen fallenden Look.
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